Perschling

Peter Nussbaumer


Blick ins Perschlingtal: Jäger retten Rehkitze vor der Mahd

Hubert Schmied hat schon weit über 100 Rehkitze gerettet

Hubert Schmied, der in Untergrafendorf eine erfolgreiche Biogaserzeugungsanlage betreibt, ist auch passionierter Jäger und Tierfreund. Schon als Bauer taten ihm beispielsweise Rehkitze leid, die beim Mähen verletzt wurden. Mit großem Engagement sowie mit erheblichen finanziellen und zeitlichen Einsatz unterstützt er Landwirte, die vor dem Mähen einer Wiese sicher sein wollen, dass dabei kein Kitz zu Schaden kommt. Seit einigen Jahren sucht Schmied mit einer leistungsfähigen Drohne mit Wärmebildkamera das vom Landwirt angegebene Grundstück nach Tieren ab. Wird ein gefundenes Tier durch die visuelle Kamera der Drohne als Rehkitz identifiziert, dann kommen zwei Jagdkollegen zum Einsatz die – von Schmied mit Hilfe der Drohne geleitet – mit einem großen Kescher das Rehbaby einfangen und vorsichtig mit einem Sack in sicherer Entfernung, zum Beispiel am Waldrand oder in einem Getreidefeld, ablegen. Nach der Mahd wird das Rehkitz wieder freigegeben, das schließlich mit seinem Fiepen die Muttergeiß anlockt. Schmied: „Dabei tragen wir alle Handschuhe, damit das Tier keinen menschlichen Geruch annimmt und von seiner Mutter nicht verstoßen wird. Das funktioniert wirklich sehr gut. Allerdings würde ich mir wünschen, dass noch mehr Landwirte mein kostenloses Angebot annehmen um so Tierleid zu verhindern.“ Schmied und seine Jagdkollegen führen das Tierrettungsservice ehrenamtlich durch. In den letzten Jahren hat Schmied bei dutzenden Einsätzen in den Gemeinden Böheimkirchen, Kapelln, Perschling und darüber hinaus an die 160 Rehkitze aufgespürt und davon über 100 aus der Gefahrenzone bringen können. Schmied: „Manchesmal entkommen uns Tiere, aber die rennen ohnehin von alleine weg. Gefährdet sind die jungen Kitze, die auf Grund ihres Instinktes einfach ruhig verharren und die erwischen wir auch und tragen sie weg.“


Heimatmuseum nach Winterpause wieder zugänglich

Grundreinigung des Heimatmuseums durchgeführt.

Gerhard und Maria Weninger, Franz Erber, Annemarie und Franz Breimann (von links) reinigten die Räumlichkeiten des Museums

Mit einer Grundreinigung wurde das Heimatmuseum in Perschling nach der Winterpause wieder eröffnet. Franz Erber senior organisierte ein Team, bestehend aus Kurator Gerhard Weninger und Gattin Maria, Annemarie und Franz Breimann, das die fünf Räume des Museums reinigte. Die Besichtigung des Museums ist bei freiem Eintritt nach Voranmeldung in der Gemeinde Perschling möglich.

In fünf Räumen neben dem Gemeindeamt in Perschling werden prähistorische Funde (Mammutknochen und Gerätschaften aus Langmannersdorf), Funde aus Römergräbern des vierten Jahrhunderts nach Christus aus Haselbach sowie zahlreiche Sachzeugnisse aus der bäuerlichen und handwerklichen Arbeitswelt (Sattler, Wagner, Binder, Schuster, Kaufmann, Gastwirt, Fleischhauer, Zimmermann, Bäcker, Tischler, Schneider), aus dem Wohnbereich, eine Bauernküche mit alten Möbeln und Hausrat präsentiert. Zu sehen sind auch Dokumentationen und Fotos über die alte Post- und Pferdewechselstation Perschling, lokalhistorische Ereignisse und Kirchliches. Außerdem werden zeitgeschichtliche Erinnerungsstücke aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gezeigt.


Blick zum Nachbarn: Patrozinium, Pfarrfest und Tag der Blasmusik

Hauptpreis der Tombola ging an die Familie Sattler

Am Sonntag, 31. Mai, lud die Pfarrgemeinschaft zum Patrozinium und Pfarrfest, der Musikverein Kapelln beging den „Tag der Blasmusik“, gestaltete die feierliche Sonntagsmesse, die von  von Pfarrer Josef Balteanu und Kaplan Ruslan Stetsykkonzelebriert wurde, musikalisch und spielte anschließend zum Frühschoppen im Pfarrgarten auf.

Die Pfarrkirche in Kapelln steht unter der Schutzherrschaft der Heiligen Petronilla, deren Gedenktag der 31. Mai ist. So liegt der Termin des Patroziniums, dem Festtag der Kirchenpatronin jährlich um den 31. Mai. Die Pfarrgemeinschaft feiert diesen mit einem Festgottesdienst und einem Pfarrfest, der Musikverein Kapelln wiederum sorgt nicht nur für die musikalische Gestaltung der Sonntagsmesse und des Frühschoppens im Pfarrgarten, sondern nützt diesen Feiertag auch als „Tag der Blasmusik“. 

Schon Tradition ist, dass die Familien der Ehrenobmänner Hans Pfeiffer und Franz Schubert im jährlichen Wechsel kurz nach 6.00 Uhr morgens zum Kaffee- und Kuchenfrühstück laden, heuer war es die Familie Schubert. Dann folgte der Besuch der Familie des Bürgermeisters Alois Vogl in Panzing, die zum Umtrunk lud. Noch vor der Festmesse besuchte die Musikkapelle die Familie Hofbauer in ihrem Autohaus, wo es neben zahlreichen Getränken auch Würstel gab. 

Nach der Sonntagsmesse lud der Pfarrgemeinderat bei prächtigem, frühsommerlichen Wetter zum Frühschoppen in den Pfarrgarten, für die Musik sorgte der Musikverein Kapelln, der wiederum bestens bewirtet wurde. Mit der Verlosung der Tombola fand der Frühschoppen sein Ende – heuer just, als die ersten Tropfen eines Gewitterregens nieder prasselten. Der Hauptgewinn, die musikalische Umrahmung eines eigenen Festes durch den Musikverein, ging an Fabian Sattler und seine Tochter Emilia.


Abschlusssitzung der Faschingsgilde WEIMU

Rückblick auf sechs erfolgreiche Faschingssitzungen

Am Samstag, 18. April, lud Obmann Reinhard Breitner zur Abschlusssitzung der Faschingsgilde WEIMU ins Gh. Kern, Langmannersdorf. Nach der Begrüßung dankte er den Akteuren für die großartige Mitarbeit und übergab das Wort an Gildenchef a.D. Max Erber, der wiederum die sechs tollen „Wahnsins“-Aufführungen lobte. Breitner dankte insbesondere den „Macherinnen“ der Max-Puppe, Erika Breitner und Monika Schweyer. Kassier Gerhard Koch brachte einen Bericht über die Vereinsgebahrung. In diesem Zusammenhang kamen der Umstand, dass heuer auf Grund von Umbauarbeiten die „Spielstätte“ Wurlitzer nicht zur Verfügung stand, und die schlechten Wetterverhältnisse am ersten Spielwochenende zur Sprache, die insgesamt zu im Vergleich zur früheren Jahren geringeren Besucherzahlen geführt hatten.

Bei einem hervorragenden warmen Buffet klang die Sitzung gemütlich in der Gastwirtschaft Kern aus.

Fotos von Peter Nussbaumer

Weitere Informationen: https://perschling.com/category/weimu/


Gemeinde Perschling gleicht Ortsnamen an

Bürgermeister: „Verwaltung vereinheitlichen“

Nachdem die Gemeinde Weißenkirchen a. d. Perschling am 1. Dezember 2015 offiziell den Namen Perschling erhalten hatte, tritt mit heutigem Tag eine weitere Vereinfachung und Angleichung der Namen der zur Gemeinde Perschling gehörenden Ortschaften in Kraft.

Das Gemeindegebiet umfasst somit die folgenden Ortschaften in alphabetischer Reihenfolge:

Grundling
Gunnersling
Haseling
Langmannersling
Murstettling
Obermoosling
Perschling
Weißenkirchling
Wiesling
Winkling

„Mit dieser Angleichung der Ortsnamen soll die Zugehörigkeit der Katastralen zur Gemeinde Perschling besonders sichtbar werden“, so der Bürgermeister der Gemeinde Perschling