Hubert Schmied hat schon weit über 100 Rehkitze gerettet
Hubert Schmied, der in Untergrafendorf eine erfolgreiche Biogaserzeugungsanlage betreibt, ist auch passionierter Jäger und Tierfreund. Schon als Bauer taten ihm beispielsweise Rehkitze leid, die beim Mähen verletzt wurden. Mit großem Engagement sowie mit erheblichen finanziellen und zeitlichen Einsatz unterstützt er Landwirte, die vor dem Mähen einer Wiese sicher sein wollen, dass dabei kein Kitz zu Schaden kommt. Seit einigen Jahren sucht Schmied mit einer leistungsfähigen Drohne mit Wärmebildkamera das vom Landwirt angegebene Grundstück nach Tieren ab. Wird ein gefundenes Tier durch die visuelle Kamera der Drohne als Rehkitz identifiziert, dann kommen zwei Jagdkollegen zum Einsatz die – von Schmied mit Hilfe der Drohne geleitet – mit einem großen Kescher das Rehbaby einfangen und vorsichtig mit einem Sack in sicherer Entfernung, zum Beispiel am Waldrand oder in einem Getreidefeld, ablegen. Nach der Mahd wird das Rehkitz wieder freigegeben, das schließlich mit seinem Fiepen die Muttergeiß anlockt. Schmied: „Dabei tragen wir alle Handschuhe, damit das Tier keinen menschlichen Geruch annimmt und von seiner Mutter nicht verstoßen wird. Das funktioniert wirklich sehr gut. Allerdings würde ich mir wünschen, dass noch mehr Landwirte mein kostenloses Angebot annehmen um so Tierleid zu verhindern.“ Schmied und seine Jagdkollegen führen das Tierrettungsservice ehrenamtlich durch. In den letzten Jahren hat Schmied bei dutzenden Einsätzen in den Gemeinden Böheimkirchen, Kapelln, Perschling und darüber hinaus an die 160 Rehkitze aufgespürt und davon über 100 aus der Gefahrenzone bringen können. Schmied: „Manchesmal entkommen uns Tiere, aber die rennen ohnehin von alleine weg. Gefährdet sind die jungen Kitze, die auf Grund ihres Instinktes einfach ruhig verharren und die erwischen wir auch und tragen sie weg.“


































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